Erwin – Jesus kennt unsere Herzen

Erwin – Jesus kennt unsere Herzen

Freiheit bedeutete für mich, mich ohne äußere Zwänge verwirklichen zu können – beruflich, erotisch, gesellschaftlich. Ich durfte aber erfahren, dass es wahre Freiheit nur in Abhängigkeit von Gott gibt. 

Evangelisch – aber nur äußerlich

Nach meiner Geburt 1968 wurde ich evangelisch getauft. Meine Mutter zog nach der Scheidung von meinem Vater meine ein Jahr jüngere Schwester und mich alleine auf. Aus der zweiten Ehe meines Vaters haben wir noch zwei jüngere Schwestern. Nach dem Abitur, dem Militärdienst und der Ausreise aus dem damals noch kommunistischen Rumänien in Februar 1988 begann ich in Deutschland ein Studium. Aber ich wurde in der Wohlstandsgesellschaft nicht glücklicher als in der Armut Osteuropas. Da keimte in mir die Erkenntnis, dass Glück nicht unbedingt mit materiellen Werten zu tun hat. Trotz beruflichen Aufstiegs blieb ich innerlich leer. 

Mit 25 Jahren lernte ich meine Frau kennen und wir beschlossen zu heiraten. Das Wunder in meinem Leben war die Geburt unserer Tochter Laura im Jahr 1997, ich durfte mit dabei sein. Zu erleben wie ein Kind auf die Welt kommt, zumal das eigene, war für mich ein unbeschreibliches Erlebnis.

Unsere Ehe hatte alle Merkmale einer modernen Partnerschaft, und wir gingen so einige Male knapp an der Trennung vorbei. Ich möchte meinen Egoismus, meine Untreue und meine Lieblosigkeit gegenüber meiner Frau kein bisschen herunterspielen. Ich bewundere Sie und die liebevolle Art, wie Sie es mit mir bis heute aushält. Immer wieder war unsere Tochter das einzige Bindeglied zwischen uns. 

Gott greift ein

Obwohl ich immer mal wieder in der Bibel las und betete, fiel es mir eines Tages plötzlich wie Schuppen von den Augen, dass ich Gott nicht kenne. Er spielte keine Rolle in meinem Leben. Als sich meine Schwester Monika bekehrte, erlebte ich, wie sich ihr Leben radikal veränderte.

Dann kam die Weichnachtsnacht 2004. Zu unserer Schwester Annemarie hatten wir seit über zwei Jahren keine Verbindung mehr gehabt. Nun beschlossen Eleonora, Monika und ich spontan, dass wir mit Annemarie zusammen den Heiligen Abend verbringen wollen, und riefen sie an. Sie sagte zögernd zu. In dieser Nacht und am darauf folgenden Morgen sprachen wir dann zum ersten Mal seit über acht Jahren zu viert miteinander. Gott schenkte mir eine Begegnung mit ihm an diesem Weihnachtsabend und ich konnte an seinen Sohn Jesus Christus glauben.

Veränderung geschieht von innen

In dem Maße wie mein Glaube wächst, ändert sich mein Ich auf wunderbare Weise. Ich bin weit davon entfernt, perfekt zu sein. Aber ich konnte z.B. ohne die geringsten Schwierigkeiten das Rauchen, meinen ständigen Begleiter seit dem 14. Lebensjahr, einfach so von heute auf morgen aufgeben. Ohne Zögern konnte ich meinen Trieben ihre sekundäre Rolle zuweisen, obwohl diese mich früher stark gelenkt hatten. Meine Arbeit hatte mich früher fast vollständig ein genommen, nun entdecke ich zunehmend den Wert meiner Familie und der Liebe zu anderen Menschen. 

Ich musste lernen mich im Glauben nicht von meinen Gefühlen leiten zu lassen, sondern von den Versprechen der Bibel! Durch sie wissen wir, dass vor Gott kein Mensch gerecht sein kann anders als durch Jesus. Er ist die einzige